Steinbach 2000

 

Mit Volldampf nach Steinbach

99 1542-2 am Wasserhaus in Steinbach (18.8.2000)

3. Juni 2000, abends: Unter Pfeifen und Läuten fährt zum erstenmal seit 1986 wieder ein Schmalspurzug in die Gemeinde Steinbach, 99 1590-1 fährt rumpelnd über Baugleise an das berühmte alte Wasserhaus. Jeder bergwärtsfahrende Zug mußte in Steinbach Wasser nehmen, das über den an der Hauswand angebauten Wasserkranausleger aus dem 14 cbm großen Wasserbehälter kam.

9 tolle Tage, die Festgemeinschaft "Steinbach 2000" hat es organisiert.

Im August 2000 war es dann endlich soweit, am 18. August 2000 wurde der letzte Streckenabschnitt der Museumseisenbahn vom Haltepunkt am Andreas-Gegentrum-Stolln über den neueingerichteten Haltepunkt an der Raststätte "Am Wildbach" bis zum Bahnhof Steinbach (b. Jöhstadt) feierlich eingeweiht. 

Dann begann eine Festwoche, wie sie die Einwohner und Eisenbahnfreunde noch nicht erlebt hatten. Wir waren am 19. und 20. August längs der Strecke unterwegs, als stündlich Züge ab Steinbach und Jöhstadt unter dem Motto "Mit Volldampf bis nach Steinbach" die Täler von Schwarzwasser und Preßnitz zum Beben brachten. 

Festzug 1 verläßt Steinbach

Die Steinbacher müssen sich wieder an den Qualm gewöhnen

Festzug 2 gezogen von 99 1401 und geschoben von 99 1734-5

Es war eine logistische Meisterleistung, was die Mitglieder der IG Preßnitztalbahn e. V. auf die Beine gestellt hatten. 8 Loks standen unter Dampf und befanden sich in ständig wechselndem Einsatz. Neben der Menge der Loks, die in dem kleinen Bahnhof Jöhstadt betreut werden mußten, hatten die beiden Züge auch noch unterschiedliche Bremssysteme. 

Und auch nachts (Fr/Sa und Sa/So) hatten die Loks keine absolute Ruhe, aller zwei Stunden pendelte ein Zug von Jöhstadt nach Steinbach und zurück. Die Besucher der Bahnhofsfeste in Steinbach, Schmalzgrube und Jöhstadt konnten so bequem die Heimfahrt antreten, aber die Nachtzüge waren auch ein Fest für die Fotografen.

Über 200 Sonderzüge sollen während der gesamten Festwoche vom 19. bis 27. August 2000 auf der 8 km langen Strecke unterwegsgewesen sein. 

Hochachtung!

Hochachtung auch den vielen Gästen (man spricht von mehr als 40.000?), die durchgehalten und mit ihrer Begeisterung das Fest mitgetragen haben. Sie hatten es auch nicht immer leicht in diesen heißen Sommertagen! 

Aber die landschaftlich schöne Lage der Bahn machte es möglich: 
Wenn sie wollten, konnten sie im kühlen Wasser der Preßnitz stehend die vorbeifahrenden Züge fotografieren.

Die Lokführer und Heizer waren neidisch, man kann es verstehen.

 

Die Stars der Festwoche

 

  • Mit Heimvorteil gingen die vereinseigenen IV K an den Start.
    99 1568-7 99 1542-2
    IG Preßnitztalbahn e. V. - Fahrzeuge
    99 1590-1
  • Das nächste Vorhaben der Preßnitztaler stand noch kalt in Steinbach, aber bereits knapp 2 Jahre später (Pfingsten 2002) fuhr die vierte Lok des Vereins.
    Ausgabe 1/99 über die neue Lok.   Die letzte "Neubaulok" aus dem Jahr 1966
  • Viele Gastlokomotiven kamen ins Preßnitztal, darüber mehr auf der nächsten Seite!

 

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letzte Änderung: 12.05.04 Email 14.03.13