Eisenbahn im Park

 

60cm breit, 2300 m lang, 

das ist unser Schienenstrang. 

Die Parkeisenbahn ist nicht nur hier im Land, 

sondern in der Welt bekannt. 

 

Als Pioniereisenbahn fing alles an, 

so blieb's bis 1989 dann. 

Der Name ist jetzt neu, das Ziel ist geblieben, 

weil doch die Chemnitzer ihre Parkeisenbahn lieben. 

 

Beliebt bei vielen kleinen und großen Gästen,

die anwesend waren zu vielen Festen.

Ja, Parkbahner sind von der cleveren Sorte,

sie stehen sogar im Buch der Rekorde.

 

Aus dem Gedicht "Alles Gute zum 50." von Bernd Rehwagen, Chemnitz im Juni 2004

Der Küchwald in Chemnitz

...das ist Erholung pur inmitten der Großstadt, berühmter Quell des erfolgreichen Leistungssports, Platz zum Träumen vom Flug in den Kosmos und nicht zuletzt Heimstatt eines wichtigen Bestandteils des Bahnlands Erzgebirge - der Parkeisenbahn Chemnitz. 

Einst das "Küchenholz" der Mönche des Benediktinerkloster "St. Marien" auf dem nahe gelegenen Schloßberg, später im Zuge der Reformation umgewandelt zum Staatsforst  "Kuchenwaldt" wurde der Küchwald ab 1885 Erholungsgebiet im Eigentum der Stadt mit parkähnlichem Charakter. Geschaffen wurde ein Festplatz für Volksfeste, eine Eisbahn, Tennisplätze, eine große Schänke, ein Schullandheim...  

Nach den Zerstörungen im zweiten Weltkrieg entstand im Rahmen des Nationales Aufbauwerk (NAW) durch die Bürger der Stadt in Eigenleistung aus den Trümmern der Schänke eine Freilichtbühne, die über 4.500 Plätze für Kino, Konzerte und Theateraufführungen verfügte und 1963 im Rahmen der Arbeiterfestspiele eröffnet wurde. Seit ein paar Jahren gibt es optimistische Versuche einer Wiederbelebung. 
Es gibt noch eine zweite Küchwaldbühne, sie steht als Modell auf der H0-Anlage des MEC Chemnitz-Rottluff.

1965 wurde eine Eislaufhalle gebaut. Mit 5 Olympischen Medaillen, 11 Weltmeister- und 19 Europameistertiteln ist der SC Karl-Marx-Stadt der erfolgreichste Eiskunstlaufverein der DDR. 1973 wurde eine moderne 400-m-Kunsteisbahn den Eisschnellläufern und den Freizeitsportlern übergeben. Es war die zweite internationalen Ansprüchen genügende Bahn der DDR, der bedeutendste Wettkampf in Karl-Marx-Stadt war die Mehrkampf-WM der Damen im Februar 1983, Gold gewann Andrea Mitscherlich, Silber Karin Enke.

 

Das Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn" ist eine moderne und attraktive Bildungs- und Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche. 1964 anläßlich des 5. Pioniertreffens der DDR in Karl-Marx-Stadt wurde den Kindern diese Freizeiteinrichtung mit der markanten Rakete übergeben. Sie konnten einen Weltraumflug simulieren und in den Arbeitsgemeinschaften Astronomie und Meteorologie arbeiten. 1979 wurde dem Kosmonautenzentrum der Ehrenname "Sigmund Jähn" verliehen. Das Kosmonautenzentrum wurde im August 2009 als erstes nichtrussisches Mitglied in den Russischen Kosmonautenverband aufgenommen. Am 14. Juni 2014 feierte die Einrichtung mit vielen in- und ausländischen Gästen ihren 50. Geburtstag.

Aber die Geschichte des Küchwaldes nach dem 2. Weltkrieg wird vor allem geprägt von der Pioniereisenbahn Karl-Marx-Stadt.

   Pioniereisenbahn Karl-Marx-Stadt

Parkeisenbahn Chemnitz    

1952 faßte die Stadtverordnetenversammlung den Beschluß zum Bau einer Kindereisenbahn. Ursprünglich geplant als Liliputbahn mit der Spurweite 381 mm (15") wurde schnell klar, derartige Fahrzeuge und Material waren nicht beschaffbar. Aber Trümmerbahnen gab es und so war die Pioniereisenbahn in Karl-Marx-Stadt die dritte nach Dresden und Leipzig und die erste mit der Feldbahnspurweite von 600 mm.

In den Monaten nach dem Baubeginn am 14. März 1953 waren riesige Anstrengungen notwendig, z. B. wurden 120.000 Arbeitsstunden von Freiwilligen geleistet. Die zu erbringenden Leistungen wurden anfangs stark unterschätzt, der "geplante Eröffnungstermin" mußte mehrfach verschoben werden. So konnte erst im August 1953 ein Pendelbetrieb auf einer ca. 1000 m langen Strecke durchgeführt werden. Die offizielle Eröffnung des fertiggestellten Rundkurs erfolgte am Tag des Eisenbahners, dem 13. Juni 1954.

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  • Rundkurs 2,3 km
  • Spurweite 600 mm
  • ein Bahnhof
  • ein Haltepunkt
  • eine Blockstelle (1992 ausgebaut zum 2. Haltepunkt)
  • drei Schranken
  • beförderte Fahrgäste 4,4 Millionen (bis 2004)
  • gefahrene Zugkilometer 270.000 (bis 2004)
  • Dauer Rundfahrt mit zwei Zwischenhalten 12 min 
  • Dauer Doppelfahrt (zwei Runden) mit einem Zwischenhalt 20 min
Noch bevor die Strecke fertig war wurde am 25. April 1953 eine alte Feldbahnlok einer Baufirma im RAW "Wilhelm Pieck" in freiwilliger Arbeit für die Pioniereisenbahn fertig gestellt. Sie war als Dampflok verkleidet, aber sie besaß ein 22 PS starkes Dieselherz und tuckerte mit vmax von 8 km/h durch den Küchwald. 

Drei Wagen wurden unter Nutzung je zweier alter Feldbahnlorenfahrgestelle aufgebaut, sie waren 7 m lang und 1,50 m breit und verfügten über 24 Sitzplätze.

Das Prinzip war klar, unter der Anleitung fachkundiger Erwachsener obliegt die Dienstausführung den Kindern. Aber lange wurde um die Rechtsträgerschaft (Deutsche Reichsbahn, Verkehrsbetriebe) gerungen, schließlich kam die Bahn ab 1. Januar 1957 in die Hände der Abt. Volksbildung.

Einen Bahnhof brauchte man auch, so wurde das alte Gebäude des Haltepunkt Reichenhain (Eisenbahnstrecke nach Aue) abgebaut und im Küchwald zum Bahnhof "Neues Leben". Erst 1980 hatte er ausgedient.

Der neue Pionierbahnhof "Freundschaft" wurde am 17. Mai 1980 anläßlich des "V. Festivals der Deutsch-Sowjetischen-Freundschaft" eingeweiht.

Ein Modell des Bahnhof steht auch im Miniaturpark "Miniwelt Lichtenstein".

 

Neben dem Bahnhof gibt es zwei Haltepunkte. Der Haltepunkt Bahnbetriebswerk am Kilometer 1,8 ermöglicht auch den Zugang zum Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn". Hier halten sogar die Expreßzüge auf ihrer zweiten Runde, um den Fahrgästen auch den Besuch der Gartenbahnanlage zu ermöglichen.

Der zweite Haltepunkt Tennisplätze am Kilometer 1,15 entstand in den Wirren der Zeit nach 1989. Ein Sponsor spendierte Bitumen und ein Oberbürgermeister zerschnitt das Band am 15. April 1992, so wurde der ohne Genehmigung entstandene Haltepunkt offiziell und legalisiert.

 

Die Pioniereisenbahn war eine öffentliche Eisenbahn und diente der polytechnischen Erziehung und der sinnvollen Freizeitgestaltung. Die Pioniere und FDJler lernten neben der Liebe zur Eisenbahn vor allem Fleiß, Disziplin und Verlässlichkeit. Ihr Engagement und ihr Einsatz in der Freizeit und am Wochenende wurde hochgeachtet, sie konnten stolz auf sich sein. Nicht wenige von ihnen wurden später bei der großen Bahn ausgebildet bzw. beschäftigt. Einige sind auch heute noch der kleinen Bahn verbunden und engagieren sich weiterhin.

1990 war die kleine Eisenbahn  im Küchwald plötzlich in der "Marktwirtschaft" gelandet und mußte sich "durchsetzen". Die Anzahl der diensttuenden Parkeisenbahner ging schlagartig zurück. Aus eigener Kraft ging es nicht mehr, aber die Gründung des 1. Fördervereins der Parkeisenbahn Chemnitz am 4. April 1991 konnte vieles bewegen und hat zum Erhalt der Bahn beigetragen. Umgesetzt wurden neue Ideen wie Mondscheinfahrten, die Bahnsteigklause und die Einführung des Zweizugbetriebes. 1992 gab es das erste Parkbahnfest und dank der neuen Attraktionen und Aktivitäten stieg auch die Zahl der Parkbahner wieder. Bei den Fahrgastzahlen wurde erstmals die 100.000-Fahrgäste-Marke geknackt.

Als sich dann entgegen dem Trend, alles kaputt zu sparen, auch noch der Oberbürgermeister zum Jubiläum 1994 mit den Worten "Die Parkeisenbahn gehört zu Chemnitz, wie der Eiffelturm zu Paris" äußerte, war die Parkeisenbahn endgültig in der Jetztzeit angekommen.

 

  • Aus dem Rat der Stadt Karl-Marx-Stadt wurde die Stadtverwaltung Chemnitz.
  • Aus der Pioniereisenbahn Karl-Marx-Stadt wurde 1990 die Parkeisenbahn Küchwald und 1992 die Parkeisenbahn Chemnitz.
  • Aus dem Pionierbahnhof "Freundschaft" wurde der Bahnhof Küchwaldwiese.
 

Die Zukunft der Parkeisenbahn Chemnitz

  • Erweiterung Bahnhofsgebäude Küchwaldwiese

Das sanierungsbedürftige Bahnhofsgebäude soll erweitert und behindertengerecht umgebaut werden. Dabei ist geplant das Gebäude aufzustocken und teilweise mit einem Spitzdach zu versehen. Der Technikraum soll erweitert und zusätzlicher Platz für neue Sozial- und Sanitärräume geschaffen werden.

Das Projekt wird von der Stadt unterstützt, der größte Teil der benötigten Mittel (ca. 500.000 €) soll aus einem Fördertopf des Landes kommen. 

Es wird auch über einen kompletten Neubau nachgedacht. Das würde besonders die Architekten/Projektanten freuen, denn höhere Kosten bedeuten auch höheres Honorar...

  • Trassenverlängerung zum Eisstadion

2012 gingen die Parkeisenbahner mit ihrer Vision an die Öffentlichkeit, den bestehenden Rundkurs um 1,8 km zu erweitern. Entlang der Leipziger Straße bis zum Parkplatz am Eisstadion soll die Trasse verlängert werden. 

Von Anfang an wurde über eine Erweiterung gesprochen und schon einmal, Ende der 80er Jahre, waren bereits 1,7 km zusätzliche Strecke geplant. Das Projekt stand kurz vor der Realisierung, aber da schwächelte die DDR bereits...

Wenn die Millionen zusammenkommen und keine Feldhamster im Weg sind, dann sollte es irgendwann mal klappen...

Die Parkbahnsaison und Klaus, die Parkbahnmaus

Sicherlich beeinflußt durch das Dinofieber, das von dem Horrorfilm "Jurrasic Park" 1993 ausgelöst wurde, gab es auf der Festschrift von 1994 einen Parkbahn-D.I.N.O. zu sehen. Zum Glück hat man sich aber 1997 für ein anderes Maskottchen entschieden, die freundliche Parkbahnmaus Klaus. 

Sie radelt unermüdlich auf dem Hochseil im Innenhof des Bahnbetriebswerkes. Sie ist immer dabei wenn es etwas zu feiern gibt und sie lädt sich gern Freunde ein, z. B. am 3. Oktober zum Chemnitzer Maskottchentreffen.

Vor Eröffnung der Fahrsaison zum Frühlingsanfang ist erst mal Großreinemachen angesagt, da kommt auch der Laubbläser geschoben von der Ns 2f zum Einsatz

Feierliche Saisoneröffnung mit Übergabe der Ausbildungsergebnisse der jungen Parkeisenbahner und offizielle Freigabe und Inbetriebnahme der Strecke.

Andrang auf dem Bahnsteig. Das liegt nicht nur daran, daß zur Saisoneröffnung die Fahrten kostenfrei sind, denn aktuell kommen fast 150.000 Besucher pro Jahr

2014, neuer technischer Geschäftsführer der Parkeisenbahn Chemnitz gemeinnützige GmbH und Nachfolger von Reinhard Storch wird Matthias Dietel.

Fahrzeuge der Parkeisenbahn Chemnitz

Pionierlok 1
6001

ZL 105
Arnold Jung
1934
Feldbahnlok einer Baufirma
gekauft 1953 von der Stadt
umgebaut im RAW Karl-Marx-Stadt
als Dampflokomotive verkleidet
"Rückbau" zur Diesellok 1964
1984 ausgemustert
aktuell nur noch rollfähige Hülle
Leistung 22 PS, vmax 8 km/h, LüP 5,19 m

6002

Ns 3p
LKM Babelsberg
1957
Neubaudiesellok für die Pioniereisenbahn
Leistung 60 PS, vmax 15 km/h, LüP 4,75 m

6003

V 10 C
LKM Babelsberg
1971
Geschenk des Ziegelwerk Hainichen
ersetzte ab 1983 den alten Veteran 6001 
1992 Generalinstandsetzung im RAW Chemnitz
Leistung 100 PS, vmax 24 km/h, LüP 5,44 m

6004

Ns 2f
LKM Babelsberg
1959
seit 1992 im Besitz des Fördervereins der Parkeisenbahn
Einsatz auf der Ziegeleibahn des BT Niederwürschnitz
des VEB Ziegelkombinat Karl-Marx-Stadt
genutzt für Rangierarbeiten und Bauzugeinsatz
Leistung 30 PS, vmax 12 km/h, LüP 3,09 m

6005

B 360 Akkumulatorlok
VEB Bergbauausrüstung Aue
1985
bis 1994 im Bergbaubetrieb Hartenstein
Spende der Wismut AG
Lok in den Auslieferungszustand zurückgesetzt
unterwegs mit Mannschaftshunten oder dem Hochzeitswagen
Leistung 5,7 PS, vmax 10 km/h, LüP 2,65 m

6006

CFL-60 DCL
Schöma Diepholz
2002
Chemnitzer! Hier rollt Ihre Spende! 
Foto: Wolfgang Ebert, Freie Presse
Leistung 140 PS, vmax 27 km/h, LüP 5,44 m

Dampflok

Baulok Typ Riesa
Bn 2t
Henschel Kassel
1948
eingesetzt bei Baufirma in Gießen 
später Denkmallok und dann von Privat gerettet 
bis 1980 instand gesetzt (Frankfurter Schmalspurfreunde)
seit Juni 1994 Dauerleihgabe aus Privatbesitz
seit 2002 Eigentum der Parkeisenbahn Chemnitz
Leistung 70 PS, vmax 25 km/h, LüP 5,35 m

Sonderfahrzeuge der Parkeisenbahn Chemnitz.


 

Seit 2004 besitzt die Parkeisenbahn einen Schienentrabbi P-EC 601

Außerdem gibt es eine Handhebeldraisine, eine Fahrraddraisine und ein Schienenmoped Marke "Schwalbe"

Streckeninstandhaltung und Streckenausbau

Die schrittweise Erneuerung der Gleise erfolgt in der Winterpause. Unterstützung geben dabei die Gesellschafter der Parkeisenbahn Chemnitz gGmbH wie zum Beispiel die RAILBETON HAAS KG, Produzent der neuen Schwellen für das 600 mm Gleis.

Der kleine Bahnhof Küchwaldwiese wurde in den letzten Jahren immer mehr zu einem richtigen Bahnhof. Das alte Ausfahrsignal (1973 installiert) hat ausgedient, jedes der zwei Gleise hat jetzt sein eigenes. Zu Beginn der 60. Fahrsaison war auch die Einfahrweiche installiert und das Einfahrsignal ersetzt. Die neuen Signale waren beim parallel laufenden Umbaus des Chemnitzer Hauptbahnhofs übrig.

Die vielen Bemühungen der Parkeisenbahner um den Bau einer Schranke am Hauptzugang waren letztendlich erfolgreich. Sie konnte endlich 2014/15 gebaut werden und sorgt - ohne die Sichtachse zur Freilichtbühne zu stören - seitdem für mehr Sicherheit für die Besucher der Küchwaldwiese.
Der alte Lokschuppen der Parkeisenbahn fiel 1994 einer Brandstiftung zum Opfer.

Im Jahr 1997 wurde bei der Parkeisenbahn mit Hilfe von Spenden und der tatkräftigen Unterstützung vieler Chemnitzer Firmen und der Stadt Chemnitz eines der modernsten Bahnbetriebswerke Europas für Schmalspurbahnen errichtet.

Unterwegs im Küchwald zu unterschiedlichen Jahreszeiten

23. Internationales Feldbahntreffen in Chemnitz im Oktober 2013

Zum zweiten Mal nach 1992 trafen sich 200 Feldbahnfreunde aus 9 Ländern Europas in Chemnitz, angelockt von den guten Bedingungen auf dem 2,3 km langen Rundkurs und im Bahnbetriebswerk und der guten Resonanz unter der Bevölkerung. Ein Höhepunkt war die Parade der mitgebrachten Fahrzeuge, 24 Bilder wurden gezeigt.

Fotos: Manfred Huth

Die Parkeisenbahn in der Richard-Hartmann-Stadt

Jubiläen werden im Küchwald regelmäßig gefeiert. Und wie es der Zufall so wollte, wurde zum 55. Geburtstag der Parkeisenbahn Chemnitz ein anderer bedeutender Chemnitzer 200 Jahre alt: Richard Hartmann. 

Ab 1994 gab es einen königlich-sächsischen Staatsbahnwagen auf 600 mm Gleis. Er entstand aus einem geschlossenen Güterwagen Baujahr 1922. Finanziert wurde er u.a. durch Spenden und er erhielt zunächst den Namen "Kindertraum". 

Seit dem Richard-Hartmann-Jahr 2009 ist er als Salonwagen "Richard Hartmann" unterwegs, getauft von Nachfahren Richard Hartmanns.

Und so steht der ältere Jubilar dann an der Küchwaldwiese vor einer seiner berühmten sächsischen IV K und läßt sich fotografieren.

Im Bahnhof Goldbach auf der Gartenbahnanlage steht ein Zug mit so einer Hartmann-Lokomotive und neben dem Bahnhof steht das Denkmal des sächsischen Lokomotivkönigs.

Mitten in der Gartenbahn-Kulisse stehen drei Riesen. Die beiden Parkbahnchefs moderieren den Festakt zum 55. Geburtstag der Parkeisenbahn Chemnitz, an dem natürlich auch der fast 200-jährige Richard Hartmann alias Michael Winkler teilnimmt.

Gartenbahnfreunde der Parkeisenbahn Chemnitz

Im Innenhof des Bahnbetriebswerkes der Parkeisenbahn Chemnitz wird von den Gartenbahnfreunden der Parkeisenbahn Chemnitz eine Modellbahn im Maßstab 1:22,5 betrieben. Aus ein paar im Oktober 1997 provisorisch verlegten Gleisen auf dem Bauschutt entstand ein Kleinod, das immer wieder viele Besucher anzieht. 
Hier ein paar Fakten: etwa 200 m² Mittelgebirgslandschaft, ca. 300 m Gleislänge und 50 Weichen, 3 Tunnel, drei voneinander unabhängigen Gleistrassen, Zahnradbahn auf Bogenviadukt, Feldbahn und Schüttanlage, Seilbahn, Straßenbahn, funktionstüchtige Anlagen 75 m Abstellgleis.

Die Gartenbahnfreunde sind Meister des Modellbaus. So entstand ein Nachbau der ersten deutschen Lokomotive, der Saxonia des Johann Andreas Schubert. 

Auch eine transportable "Gartenbahnanlage" mit dem Nachbau der "großen" Parkeisenbahn wurde geschaffen.

2002 organisierten die Gartenbahnfreunde gemeinsam mit dem Hersteller LGB ein internationales Gartenbahntreffen in Chemnitz. 

Ausflugstipp: die ehemaligen Pioniereisenbahnen in Sachsen

Am Hauptbahnhof Chemnitz wird vor dem VMS-Gebäude zur Wartung und Instandhaltung der Alstom-Coradia-Züge für die Parkeisenbahn Chemnitz Reklame gemacht. Die Vorlage für das Fassaden-Grafitti stammt vom Chemnitzer Eduard Jenke, umgesetzt hat es Jens "TASSO" Müller aus Meerane.

Hier auf dieser Webseite über die Parkeisenbahn Chemnitz wird aber auch "Reklame" für die anderen vier Ehemaligen gemacht. Hinter den Logos steckt jeweils der Link.  


Dresdner Parkeisenbahn 

Görlitzer Oldtimer Parkeisenbahn 

Leipziger Parkeisenbahn

Freizeitanlage Syratal Plauen 
Zweimal im Jahr - im Februar/März und im November - kann man die Modellbahnen des AMC Arbeitskreis Modellbahn Chemnitz besuchen. Dort drehen auch zwei Parkeisenbahnen ihre Runden, einmal im Maßstab 1:22,5 und ein Modell im Maßstab 1:87, das sehr stark an den Küchwald erinnert.

Viel Spaß in Chemnitz und anderswo beim Besuch der kleinen Bahnen!

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letzte Änderung: 20.03.1722.04.17